Die Kartoffel ist ein wahrer Alleskönner. In Aufläufen, Pürees, Puffer, Rösti, Klößen, Suppen oder Saucen findet das Nachtschattenbewächs bei Jung und Alt Anklang. Aber welche Kartoffel eignet sich für die Zubereitung welcher Speise? Bei Kartoffeln aus den verschiedenen Regionen Deutschlands unterscheidet man drei Kochtypen, die jeweils charakteristische Merkmale aufweisen.
Ich habe sie hier mal aufgestellt.
Festkochend – immer gut in Form
Die fest kochenenden Kartoffelsorten wie die Selma eignen sich für alle Gerichte, bei denen die Kartoffel nicht auseiander fallen soll. Sie behalten beim Braten, beim Backen und Kochen ihre Form und sind für verschiedene Zubereitungsarten wie Salz-, Pell- und Bratkartoffeln sowie Gratins und Aufläufe sehr gut geeignet.
Selma ist eine lange, mittelfrühe, sehr beliebte Salatkartoffel mit heller Schale und gelbem Fruchtfleisch.
Vorwiegend festkochend – das Multitalent
Die vorwiegend festkochenden Kartoffeln wie, z.B. Agria, sind für fast alles einsetzbar. Trotz ihres höheren Stärkegehaltes im vergleich zu fest kochenden Kartoffeln bleiben sie beim Garen schön fest. Sie eigenen sich für eine Vielzahl kulinarischen Leckereien, wie Folien- oder Ofenkartoffeln, aber auch für knackige Salate.
Agria ist eine geschmacklich sehr gut ausgeprägte, mittelfrühe, langovale bis lange Speise- und Veredelungskartoffel.
Mehlig kochend – starke Typen
Mehlig kochende Kartoffeln, z. B. die Adretta besitzen den höchsten Stärkegehalt. Dadurch erhalten sie einen trockenen Charakter und brechen schnell auf. Mit dieser Eigenschaft empfehlen sie sich für Suppen, Eintöpfe, Pürees und Klöße. Mehlig kochende Kartoffeln verbinden sich zudem leicht mit Flüssigkeiten und sind deshalb gern gesehene Helfer bei der Zubereitung einer guten Sauce.
Adretta ist eine mittelfrühe, rundovale Sorte , ideal zum Püreebereiten.
Lagerung
Gut gekühlt
Herbstkartoffeln eignen sich wunderbar zur einlagerung. Kühl und dunkel aufbewahrt hat man lange Freude an den “Erdäpfeln”. Das trifft auch auf den Geschmack zu, wenn man die Kartoffeln nach dem Kochen im Topf noch einige Zeit im heißen Dampf abkühlen läßt.
